my Boo Bambusfahrräder

Der alte Drahtesel hat endgültig ausgedient, denn nun kommt das Bambusfahrrad! Ja, richtig gelesen. Mit my Boo fährt der Biker nicht nur ökologisch, er übernimmt auch soziale Verantwortung. Denn jeder Bambusrahmen unterstützt Kinder in Ghana.

Das Team von my Boo stellt mit den Mitarbeitern des Workshops das Bambusfahrrad in Ghana vor.
© my Boo

Was ist my Boo?

my Boo steht für eine konsequente Nachhaltigkeits-Philosophie: Bei der Auswahl der Zulieferer gilt Transparenz als höchstes Gebot. Denn jede einzelne Rahmenkomponente stammte nicht etwa aus Billiglohn-Ländern, sondern wird in der Werkstatt für Menschen mit und ohne Handicap der Stiftung Mensch angefertigt.

Das junge Unternehmen wird außerdem durch das Yonso Project unterstützt. Dieses baut in Ghana den Fahrradrahmen. Der Sportspezialist Finisher Sport ist verantwortlich für die Montage der Bambusfahrräder. Auch im Bereich der Produktentwicklung greifen sie my Boo unter die Arme.

Nachhaltigkeit in jeder Form – ganz nach diesem Prinzip kann sich jeder Fahrradfahrer sein eigenes Bambusfahrrad designen. Wer mit diesem Rad durch die Stadt fährt, fällt nicht nur als stylisher Biker auf, er finanziert auch automatisch mit jedem Rad ein einjähriges Schulstipendium in Ghana und bekommt sein persönliches Patenkind vor Ort.

Das Bambusfahrra gibt es auch im dunklen Modell.
© my Boo

Ein soziales Jahr und die Idee

Im Sommer 2012 entstand die Idee, Bambusfahrräder auf ökologisch und sozial nachhaltige Weise auf dem deutschen Markt zu etablieren. Niklas Juhl, Ideengeber, Mitinitiator und Freund von Maximilian Schay, einem der beiden Geschäftsführer, absolvierte zu dieser Zeit ein freiwilliges soziales Jahr in der Nähe von Kumasi. Dort fand er Räder aus Bambus, die für den ghanaischen Markt entwickelt wurden. Nach der ersten Begeisterung konkretisierte sich die Idee. Mit viel Enthusiasmus, Engagement und harter Arbeit wurde schließlich my Boo zum Leben erweckt.

Die Mitarbeiter des Workshops in Ghana bei der Arbeit.
© my Boo

Warum ein Bambusfahrrad?

Bambus ist schnell nachwachsend und besitzt tolle technische Fähigkeiten, deswegen ist er ein hervorragender Rohstoff für Fahrradrahmen. Speziell der afrikanische Bambus eignet sich prima – und in Ghana gibt es zahlreiche Bambusfelder. Neben der Flexibilität zeichnet sich der ghanaische Bambus vor allem durch seine extreme Stabilität aus, da er eine dicke Wandstärke besitzt.

Der Bambus für die Fahrräder stammte aus Ghana.
© my Boo

Finden, fixieren, feilen

Zunächst geht es auf die Suche nach dem idealen Bambus. Hierbei sind Stabilität, Gewicht und Maß ausschlaggebend. Danach wird der Bambus mit Hilfe einer Machete geschlagen. Die Bambusrohre werden dann so präpariert, dass sie optimal in die Einspannvorrichtung passen. Mit etwas Epoxydharz werden sie anschließend am Metall fixiert. Die Stellen, an denen Bambus auf Aluminium stößt, werden gesondert mit in Epoxyd-Harz getränkten Hanfseilen umwickelt. Ist alles getrocknet, geht es um die Optik: Hierbei ist es wichtig, die Bambusrohre gerade zu feilen, Auswüchse zu entfernen und den Hanfseil-Epoxyd-Harz-Komplex zu verkleinern, damit er nicht klobig wirkt. Zum Schluss wird anhand einer detaillierten Checkliste geprüft, ob der Bambusrahmen den Qualitätsansprüchen von my Boo genügt.

Hier sieht man das Bambusfahrrad im hellen Modell.
© my Boo

Vom Citybike bis zum Unikat

Es gibt zahlreiche Optionen, ein eigenes Lieblingsfahrrad zu designen. So hat der Interessent die Möglichkeit, aus den Citybike Modellen auszuwählen und bei diesen einzelne Komponenten individuell auszusuchen. Das Grundmodell "my Agona" kostet 1980,- €.

Für diejenigen, die ein Unikat besitzen möchten, gibt es die Möglichkeit der kompletten Individualisierung des my Boo Bambusfahrrades. Selbstverständlich kann der Fahrradfahrer auch einen einzelnen hochwertigen Rahmen erwerben und selbst aufbauen. Als besonderes Highlight kann man auch den my Boo Bambusfahrradständer erwerben, der ebenfalls aus ghanaischem Bambus hergestellt wurde.

Weitere Informationen

www.my-boo.de


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Thema
Lifestyle
Schlagwörter
bambus, fahrrad, individuell, nachhaltigkeit, ökologisch, sozial, unikat


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