Fitnessarmband mit Schrittzähler: FitBit Charge im Test

Der Aktivitäts- und Schlaftracker richtet sich an alle, die sich im Alltag mehr bewegen möchten. Er zeichnet u.a. Schritte, Strecken und verbrauchte Kalorien auf und übermittelt Statistiken an das Smartphone. Wir haben das Fitnessgadget getestet.

Fitnessarmband mit Schrittzähler
© FitBit

Der Sommer steckt in den Startlöchern und die sonnigen Tagen laden zum Spazierengehen, Walken oder Joggen ein. Wen das Wetter nicht genug motiviert, der findet auf dem Markt eine Vielzahl an Fitness-Apps und Aktivitätstrackern. Wir haben den FitBit Charge für euch getestet.

Tracking von Bewegung und Schlaf

Der Schrittzähler erfasst zurückgelegte Schritte, Strecken und Etagen sowie verbrauchte Kalorien. Das flexible, haltbare Armband besitzt ein OLED-Display, auf dem die entsprechenden Werte in Echtzeit ausgegeben werden. Zusätzlich können diese kabellos an die auf dem Smartphone oder Tablet installierte App oder den Desktop-Computer übermittelt werden. Dort lassen sich jede Menge Statistiken und Fortschritte einsehen sowie Fitnessziele setzen.

FitBit Charge Business
© FitBit

Doch nicht nur die Aktivitäten, auch Ruhephasen werden anhand eines Schlaftrackers überwacht. Ein stummer Vibrationsalarm fungiert als sanfter Weckruf am Morgen. Die App ermöglicht es außerdem, zu sich genommene Lebensmittel zu erfassen. Ein weiteres Feature: Eingehende Anrufe werden auf dem Display des Armbandes angezeigt, sofern das Smartphone in der Nähe ist.

Der FitBit Charge ist in den Farben Schwarz, Schiefergrau, Blau und Burgunderrot zu einem Preis von 129,00 € erhältlich. Die Akkulaufzeit soll bis zu zehn Tage dauern. Aber hält das Fitnessarmband auch, was es verspricht und richtet sich das Konzept eher an Sportmuffel oder Fitnessprofis? Wir haben das Fitnessgadget ausführlich getestet.

FitBit App
© FitBit

Tragekomfort und Bedienung

Von FitBit zur Verfügung gestellt wurde uns ein burgunderroter Charge. Hätte ich selbst wählen dürfen, hätte ich mich für eine der dunkleren Varianten entschieden, da ich die Kombination mit dem roten Display nicht so schön finde. Die anderen Modelle wirken auf mich edler und stylisher. Die Inbetriebnahme des Armbands war denkbar einfach, die App ist sehr übersichtlich sowie schlicht und ansprechend gestaltet.

Der FitBit Charge zeigt nicht nur die Uhrzeit an, sondern trägt sich auch wie eine Uhr - nach kurzer Zeit nimmt man ihn im Alltag kaum noch wahr. Beim Sport oder bei warmen Temperaturen schwitzt man unter dem breiten Armband jedoch schnell, was ich persönlich etwas unangenehm finde. Und auch beim Schlafen störte mich das Gadget nach einer Woche noch ab und zu - hier ist aber wahrscheinlich jeder unterschiedlich empfindlich.

FitBit Charge rot

Genauigkeit des Schrittzählers

Wenn man mit dem FitBit Charge eine Runde laufen oder spazieren geht, ist die Erfassung der Schritte und der zurückgelegten Strecke sehr genau. Wie jeder Schrittzähler, der am Arm befestigt wird, können die Werte jedoch durch heftige Armbewegungen verfälscht werden. Treppen werden als erklommene Etagen relativ genau erfasst, joggt oder geht man jedoch über größere Steigungen, bekommt man gern die ein oder andere Etage geschenkt. Praktisch: Wenn man sein Schrittziel erreicht hat, vibriert das Armband.

Zudem werden natürlich Aktivitäten wie beispielsweise Radfahren oder Gerätetraining im Fitnessstudio nicht erfasst, da man dabei keine wirklichen Schritte macht. Vor allem der Kalorienverbrauch wird also verfälscht, wenn sportliche Aktivitäten nicht erfasst werden. Hier würde der FitBit Surge oder ein Modell wie der FitBit One, der an der Kleidung befestigt wird, vielleicht genauere Ergebnisse liefern. Wer eine Messung der Herzfrequenz wünscht, für den passt der FitBit Charge HR. Positiv zu bewerten ist jedoch die lange Akkulaufzeit des Charge - hier hält das Gerät, was es verspricht.

FitBit Charge Yoga
© FitBit

Weitere Funktionen des Fitnessarmbands

Die eingangs angesprochene Anrufbenachrichtigung konnte ich leider nicht testen, weil sie mit meinem Samsung Galaxy S5 mini nicht kompatibel ist - hier also unbedingt vorher informieren! Ich persönlich sehe darin aber auch mehr Spielerei als tatsächlichen Mehrwert. Für das Tracken von Streckenverläufen muss man wie bei der Nutzung einer Lauf-App das Smartphone mitführen, der Charge selbst verfügt leider nicht über GPS. Praktisch dagegen ist die integrierte Stoppuhr zum Aufzeichnen der Laufdauer.

Das Abzeichensystem für erreichte und übertroffene Ziele ist eine schöne Motivation, vor allem wenn man in der Community aktiv ist und sich mit Freunden und anderen Mitgliedern vergleicht. Die persönlichen Tagesziele können dabei individuell eingestellt werden. Die Schlafaufzeichnung ist ziemlich genau und bietet interessante Einblicke, eine Bewertung und Optimierung der Schlafqualität findet jedoch nicht statt. Der Wecker mit Vibrationsfunktion gefällt mir persönlich nicht besser als mein Radiowecker.

FitBit Charge Test

Fazit

Vom Funktionsumfang ist der FitBit Charge tatsächlich ein sehr genauer Schrittzähler mit einigen praktischen Zusatzfunktionen. Er gibt interessante Einblicke über das tägliche Aktivitäts- und Bewegungsniveau. Wirklich motiviert hat er mich aber nicht, da Joggen nicht zu meinen primären Sportarten zählt. Sportler, die wie ich gern ihr komplettes Training aufzeichnen wollen, werden hier also enttäuscht und wären mit dem Surge besser bedient. Leider ist dieser auch noch einmal deutlich teurer. Für Fitnessmuffel, die sich zu mehr Bewegung motivieren wollen, ist der Charge jedoch gut geeignet. Wer keinen großen Wert auf technische Spielereien legt, wird aber eventuell auch mit einem günstigeren Modell mit reduziertem Funktionsumfang glücklich.

Übrigens, wer noch auf der Suche nach dem passenden Fitness-Outfit ist, findet hier Inspiration. Welche Fitness- und Aktivitätstracker nutzt ihr? Wir freuen uns auf eure Erfahrungsberichte!


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Lifestyle
Schlagwörter
aktivität, app, fitness, fitnessarmband, schrittzähler, test, tracker


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